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Der Mensch lebt sehr selten ganz allein. Menschen treffen täglich fast immer andere Menschen, vis-à-vis,- von Angesicht zu Angesicht -, oder mittels Technik, die es entwicklungsgeschichtlich gesehen erst seit kurzer Zeit gibt. Es dürften nicht so viele Menschen sein die tagelang oder länger keinen Anderen zu Gesicht bekommen.
Sehen wir es erst einmal positiv. Die moderne Technik ermöglicht Verbindungen zwischen Menschen zu jeder Uhrzeit zu fast jedem Punkt unserer Erde. Vor allem wenn es etwas Wichtiges mitzuteilen gibt, oder auch ein echtes Problem auftritt, das einer Erörterung bedingt, ist die Technik äußerst hilfreich. Fast alle Branchen unseres Wirtschaftslebens kommen nicht mehr ohne Kommunikation über Entfernungen aus. Was kommt heute noch ohne elektronische Kommunikation aus? Vielleicht die Wahrsagerei, aber die bedient sich sicher ebenfalls der Technik. Dann vielleicht eher die Freihandmalerei. Aber ganz ohne? Wie erreicht man Interessenten oder Kunden? Klar, es gibt noch die Variante Brief per Post.
Aber auch ein relativ belangloser Plausch, oder nur ein Foto versenden, bringt sozialen Kontakt. Ein minimaler Sozialkontakt bleibt wichtig, lebenswichtig. Der benötigte zwischenmenschliche Kontakt kommt aber natürlich auch auf anderen Wegen zustande. Man arbeitet zusammen. Man tauscht sich aus. Man unternimmt etwas zusammen. Man hilft einander. Jeder von uns kennt viele solcher Möglichkeiten und nutzt sie.
In unserer Zeit nimmt bei bestimmten Personengruppen die Benutzung von elektronischer Kommunikationstechnik einen hohen Rang ein. Laut Statistik schauen Menschen so und so lange auf ein sogenanntes Smartfon. Man kann es schlicht Telefon nennen oder gar Funktelefon, denn damit läßt sich auch telefonieren, und über Funk läuft es ebenfalls. Mit einem solchen Smartfon läßt sich Wartezeit überbrücken, die ewige Neugier befriedigen, Freunde kontaktieren und neue Kontakte finden. Und vieles mehr.
Was absolut inakzeptabel ist, ist das Verhalten von einigen Menschen mit Smartfon bei Verkehrs- und anderen Unfällen. Anstatt zu helfen, gibt es Menschen, die Rettungskräfte behindern um ungehindert fotografieren oder filmen zu können. Es soll schon vorgekommen sein, daß einige Wenige deswegen sogar Rettungskräfte angegriffen haben. Was zeichnet den Menschen im positiven Sinne aus? Neben dem rationalen Verstand hat er ein sogenanntes Bauchgefühl. Ihm ist die Empathie, das Mitgefühl, zu eigen.
Die menscheneigene Empathie hatte einst Vorteile für den Menschen in seiner Evolution, lange vor 15.000 Jahren. Die Empathie ermöglichte es den Menschen in einer Natur mit Raubtieren besser zu überleben. Sie verteidigten und beschützten einander, sie setzten sich füreinander ein. Ein Einzelner konnte sich schlecht erfolgreich gegen Raubtiere wehren, aber eine Gruppe konnte es. Neben der Empathie waren es natürlich auch andere Eigenschaften von Vorteil. Auch gab es neben den Raubtieren auch andere Probleme.
Wie weit sind wir gekommen, wenn Empathie heutzutage vielleicht ein Nachteil sein sollte? Muß unser Umgang miteinander zwangsläufig rauher werden, weil es die Evolution so vorgesehen hat? Oder weil es "das Schicksal" so will?